Galerie Claudia Delank

Vergangene Ausstellung

Milena Aguilar, Petits Fours, 2005-2009, 
Öl auf Holz, 17 x 20 cm
Milena Aguilar, Petits Fours, 2005-2009,
Öl auf Holz, 17 x 20 cm

Petits Fours und andere Paradiese

Die Galerie Claudia Delank und das Schokoladenmuseum präsentieren Milena Aguilar

02.04.2009 bis 24.05.2009

Schokoladenmuseum Köln, 2.4. - 24.5.09

Am Schokoladenmuseum 1 a

50678 Köln

Tel. 0221/931888-0

Fax 0221/931888-14

www.schokoladenmuseum.de

Di-Fr 10-18 Uhr

Sa, So 11-19 Uhr

Milena AGUILAR

Petits Fours und andere Paradiese – Pressetext -

Schokoladenmuseum Köln, 2.4. - 24.5.09

Sie malt Kuchen und Pralinen, Cremes aus Pistazie, helle und dunkle Schokolade, Obsttörtchen mit Himbeeren und Johannisbeeren. Malerisch verführen sie mit Glanzpunkten auf kandierten Früchten in silbernen Schiffchen aus Staniol.

Milena Aguilar, 1968 in Linz (Österreich) geboren, ist Absolventin der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und Meisterschülerin von Malte Sartorius. Sie widmet sich in ihrem Werk, das so unterschiedliche Techniken wie Ölmalerei, Aquarell und Druckgraphik umfasst, vor allem scheinbar unspektakulären Dingen, wie etwa der Darstellung von Menschen in alltäglichen Situationen, menschenleeren Landschaften und Stillleben von Petits Fours.


Milena Aguilar, Ohne Titel, 2008
Milena Aguilar, Ohne Titel, 2008

Die deutsch-spanische Künstlerin erhielt bereits zahlreiche Preise, so den Druckgraphikpreis "Premio Certamen Arte Gráfico" der Calcografía Náciona, des Kupferstichkabinetts des Prado in Madrid, in dessen Sammlung sich auch Arbeiten von ihr befinden.

Im Rahmen der ihr verliehenen Preise und Stipendien nahm Milena Aguilar an zahlreichen internationalen Ausstellungen teil und wird regelmäßig von der Kölner Galerie Claudia Delank mit Ausstellungen und Beteiligungen an internationalen Kunstmessen vertreten. Milena Aguilar lebt und arbeitet in Berlin.

Der Filmemacher Marc Ottiker hat ihre Malerei so charakterisiert: "Milena Aguilar bricht mit kalkulierter Unverhältnismässigkeit die Regel, sowohl der klassischen Ölmalerei, wie auch der modernen, zeitgenössischen Kunst. Triviale Objekte des reinen Lustgewinns, werden durch ihre Malerei in einen höheren Adelsstand erhoben. Dabei offenbart sich deren wahre Aristokratie: Sie wurden einst von Konditoren und Traiteuren in einem handwerklichen Zusammenhang geschaffen – als ein Ausdruck des Willens zur Schönheit. Sie sollten nicht aus Hunger gegessen werden, sondern aus der reinen Lust. In einer Welt, in der so gut wie alles einer Zweckmässigkeit unterliegt und deren leidvollste Lebenserfahrung der Hunger ist.


Milena Aguilar, Ikura, 2008, 
Öl auf Holz, 17 x 20 cm
Milena Aguilar, Ikura, 2008,
Öl auf Holz, 17 x 20 cm

Vielleicht liegt deshalb dieser leichte, melancholische Schleier über Milena Aguilars Gemälden."

In der Ausstellung Milena Aguilar "Petit Four und andere Paradiese" im Schokoladenmuseum hat Milena Aguilar neben der Malerei von Petit Four Installationen von Paradiesvögeln und anderen Paradiesbewohnern aus Alltagsobjekten und objets trouvé eigens für das Foyer und das Tropenhaus des Schokoladenmuseums geschaffen. So entstehen im Zusammenspiel mit dem Ort neue Räume.

Diese verschiedenartigen Sujets verbindet ihre Entrückung aus dem Fluss der Zeit und der Kontinuität des Raumes, denn sie vermitteln den Eindruck, inmitten aller Bewegung angehalten zu sein. In dieser Kombination der Darstellung vergänglicher Objekte, flüchtiger Bewegungen mit einem "ewig" währenden Augenblick, thematisieren sie Zeit und Vergänglichkeit. Oder das japanische "mono no aware", das heißt die Freude an den Dingen bei gleichzeitigem Bewußtsein ihrer Vergänglichkeit.

Dr. Claudia Delank

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