Turning Dreams Into Responsibilities (C. A.)

Neue Arbeiten von Hoji Tsuchiya, Takehito Koganezawa und Alexa Daerr mit einer Videoarbeit von Fischli/Weiss

Vin d’honneur für die Künstler
mit Performance von Takehito Koganezawa und Hoji Tsuchiya
01.09.2016 | 19 Uhr
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin

Ausstellungseröffnung mit Performance von Geisha Davis
und anschließendem Gartenfest

14.07.2016 | 19 Uhr
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin

Ausstellung
14.07.2016 — 17.09.2016
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
Nach Vereinbarung

In Anlehnung an einen Satz von Carl Andre steht die Sommerausstellung 2016 im Kunstraum Claudia Delank unter dem Titel Turning Dreams Into Responsibilities (C. A.) mit Arbeiten von Alexa Daerr, Takehito Koganezawa und Hoji Tsuchiya.

Takehito Koganezawa hat an zahlreichen internationalen Biennalen teilgenommen und wurde in Museen wie die Neue Nationalgalerie und das Haus am Waldsee in Berlin, das Haus Konstruktiv in Zürich, die Langen Foundation bei Neuss, das Mori Art Museum in Tokyo u. a. ausgestellt. Er ist für seine Performances und Lichtinstallationen bekannt. In seinen figurativen Aquarellen, die in der Ausstellung zu sehen sind, zeigt er einen stark personifizierten Aspekt seiner Kunst und kehrt zurück zum alten ostasiatischen Topos der Stellung des Menschen zwischen Himmel und Erde.

Hoji Tsuchiya ist vor allem Animationskünstler. In seinen für die Ausstellung erstellten Animations wechseln sich bildgewaltig abstrakte, surrealistische und figurative Elemente ab. Er ist weiterhin mit zahlreichen Collagen in der Ausstellung vertreten. Der Kunstraum Claudia Delank vertritt Hoji Tsuchiya seit 2014, der an zahlreichen internationalen Animation-Festivals und -Wettbewerben teilgenommen hat. In den Animations werden Elemente der japanischen Farbholzschnitte spielerisch eingesetzt.

Alexa Daerr ist u. a. mit der großen Wandinstallation aus japanischen Drachenskeletten aus Bambus www. who where we? where were we? when were we? vertreten. Alexa Daerrs Werk konzentriert sich vornehmlich auf Fundstücken des Alltages, deren Funktion, Form und Bedeutung sie einen Prozess der Transformation unterzieht. Ihre verwandelten objets trouvés sind Ergebnisse eines „Bewusstwerdungsvorgangs“, der den Betrachter mit seinem Raum der Interpretation miteinbezieht.

Ein Foto kommt selten allein

Ausstellung im Museum für Fotografie, Berlin
11.02.2016 — 03.07.2016
Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Fotografie | Jebensstr. 2, 10623 Berlin
Mit Arbeiten von Takashi Homma

Parallel im Kunstraum Claudia Delank
„Urban Space“ — Zeitgenössische japanische Fotografie
11.02.2016 — 08.07.2016
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
Termine nach Vereinbarung

 

Kamicopter

Origami Animation Workshop mit Hôji Tsuchiya

17.04.2016 | 14:00–16:00 Uhr
Hegenbarth Sammlung Berlin | Nürnberger Str. 49, 10789 Berlin

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Hoji Tsuchiya, bekannt durch seine Ausstellungen und seine Animations-Workshops im Kunstraum Claudia Delank, leitet einen Origami-Animationworkshop in der Hegenbarth-Sammlung Berlin am 17.04.2016.

Wir laden Erwachsene und Kinder ab 10 unter dem Titel Kamicopter ein zu einem Origami Animation Workshop in Deutsch und Englisch mit dem japanischen Künstler Hoji Tsuchiya. Er wurde 1984 in Tokio geboren und studierte dort am Asagaya College of Art and Design. Bereits mit zwanzig begann er, Animationen zu produzieren. Seither hatte er zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in Japan und Europa. Seine Animationsfilme wurden weltweit auf bedeutenden Fimfestivals gezeigt, auch hat er bereits einige namhafte Auszeichnungen für sein Werk erhalten. Seit 2012 lebt er in Berlin.

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Der Workshop findet im Rahmen der Ausstellung Wolfram Erber: Die verborgene Sieben im Quadrat in der Hegenbarth Sammlung Berlin (21.01.2015 — 16.04.2016).

Geometrische Grundform und Material – Quadrat und Papier – sind im Werk von Hoji Tsuchiya und Wolfram Erber tragende Elemente. Bei Erber liefert das Quadrat häufig das Format für seine raffinierten Kompositionen auf Papier oder leuchtet als magisches Auge aus dem Zentrum eines Bildes, bei Tsuchiya ist das Papierquadrat die Basis für seine kunstvollen Origami-Schöpfungen.

Besonders spannend wird es für die Teilnehmer zu erleben, wie sich in ihren Händen das statische gefaltete Material zum Flugkörper und zum bewegten Bild verwandelt. Testflüge der Kamicopter finden gleich nach der Fertigstellung statt!

Gebühr: 10,– €, begrenzte Teilnehmerzahl.
Anmeldung bitte bis zum 8. April unter programm@herr-hegenbarth-berlin.de oder telefonisch unter 030-23 60 99 99.

Wir danken der Hegenbarth Sammlung Berlin für die freundliche Zusammenarbeit.

Bilder der fließend vergänglichen Welt

Zeichnungen und ein Animationsfilm von Matthias Beckmann und japanische Farbholzschnitte

Ausstellung
03.10.2015 — 18.12.2015
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
Termine nach Vereinbarung

Gespräch mit dem Filmtonkünstler Dirk Schaefer über die Rolle des Tons im Film
Mit Filmbeispielen von Matthias Beckmann, aus Avantgardefilmen und aus 8mm-Walt-Disney-Filmen aus den 1950er Jahren wie Mickey’s Wild PartyThe Big Race und The Arabian Vacation auf Originalabspielgerät
30.20.2015 | 19:30–21:30 Uhr
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
U. A. w. g. bis zum 28.10.2015

Zeichnungsperformance von Matthias Beckmann
03.12.2015 | 19:00–21:00 Uhr
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
U. A. w. g. bis zum 01.12.2015

Finissage
18.12.2015 | 18:00–20:00 Uhr
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin
U. A. w. g. bis zum 15.12.2015

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In der Herbstausstellung werden Zeichnungen, Leporellos und ein Animationsfilm des renommierten Künstlers Matthias Beckmann, japanischen Rollbildern, Zeichnungen und Farbholzschnitten gegenübergestellt und somit ein spannungvoller japonistischer Dialog eröffnet. Ukiyo-e (‚Bilder der fließend vergänglichen Welt‘) ist der japansiche Begriff für Farbholzschnitte, ein Printmedium, das seinen Ursprung in der bürgerlichen Kultur der Edo-Zeit (1603—1868) hat. Die ursprünglich im buddhistischen Sinne gebrauchte Bezeichnung ukiyo (‚flüchtig dahintreibende Welt der Täuschung‘) wurde in der Edo-Zeit umgemünzt in „fließende Welt der Vergnügungen“. Der Schriftsteller Asai Ryo hat zum ersten Mal in seinem Roman diese neue Bedeutung geprägt: Für den Augenblick leben, Mond, Schnee und Kirschblüten betrachten, den Wein, die Frauen und das Dichten lieben.

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Matthias Beckmann zeichnet Kraniche auf Stellschirmen durch eine Glasvitrine mit Teeschalen hindurch gesehen und schöne Frauen von Farbholzschnitten von Kitagawa Utamaro und anderen Holzschnittmeistern im Museum für Asiatische Kunst Berlin und fügt Bildsequenzen zu Leporellos zusammen. Zwei japanische bijin (’schöne Frauen‘) mit einem übergroßen Totenschädel oder zwei Frauen mit einem Dinosaurier, ein Paar, eng umschlungen, daneben ein westliches Haus mit Giebeldach und Schornstein. Surreale Elemente sind Teil von Beckmanns Programm. Seine Zeichnungen wirken selbstverständlich, wirken leicht. Sie sind klar, nicht mit einem an- und abschwellenden Duktus der Tuschelinien wie in der japanischen Malerei, sondern mit Eisendrahtlinien gezeichnet, mit denen er sovereign eine Empfindungswelt des Auges schafft.

Matthias Beckmann

In der Ausstellung werden Matthias Beckmanns Zeichnungen einer Gruppe von erotischen japanischen shunga-Holzschnitten von Kuniyoshi und Utamaro, Vorzeichnungen für japanische Farbholzschnitte von Utagawa Kuniyoshi und seinen Schülern, sowie eine Reihe von japanischen Zeichnungen von Musikanten, Jongleuren und Gauklern von Hanabusa Itcho und Onishi Chinnen, die zur klassischen Schule des japanischen Farbholzschnitts gehören, gegenübergestellt. So beispielsweise steht Beckmanns Zeichnung eines Tigerkopfes mit der eines Löwen eines anonymen japanischen Künstlers aus dem 19. Jahrhundert im Dialog. Mit wenigen Linien definiert Beckmann nicht nur den Tigerkopf en face, sondern auch die Zeichnung eines Fells und sein grimmig entschlossenes Wesen. Der japanische Löwe dagegen ist von einem Künstler des 19. Jahrhunderts nach einer Bildvorlage aus einer westlichen Publikation gezeichnet. Er hatte noch nie einen wirklichen Löwen gesehen. Auch er hat dem Raubtier zeichnerisch eine große Kraft verliehen.

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Alexa Daerr, Objet Retrouvè

Ausstellung
12.03.2015 — 10.05.2015
Kunstraum Claudia Delank | Bleibtreustr. 15–16, 10623 Berlin

Elementarer Bestandteil von Alexa Dearrs Arbeiten sind Fundstücke des Alltags, deren Funktion, Form und Bedeutung die Künstlerin einen Prozess der Transformation unterzieht. Die vermeintlich unbrauchbaren Gegenstände, irrtümliche „Wegwerfstücke“, die nicht selten von Spuren der Zeit gezeichnet sind, werden von ihr aufgegriffen und im Verlauf eines „Bewusstwerdungsvorgang“ verfremdet und neugestaltet. Dabei arbeitet Alexa Daerr mit unterschiedlichen Materialien, die sie miteinander in Verbindung bringt und somit durch pointierte Eingriffe wie Verformungen und ungewöhnliche Kombinationen neue Dynamiken schafft. Es entsteht eine Formensprache, die Raum der Interpretation zwischen Entfernung und Annäherung schafft.

In mehreren Aufenthalten in Japan und darüberhinaus hat sich Alexa Daerr intensiv mit der japanischen Kusnt auseinandergesetzt und ihren Blick geschult: zum Beispiel an der Raumerfahrung japanischer Steingärten, der verkürzten Darstellungsweise von Naturobjekten in der Tuschemalerei, oder am ausschnitthaften Versetzen von unterschiedlich gemusterten Farbflächen der Farbholzschnitte. „Oft erst nach langer Zeit des Überlegens, der eigentlichen ‚Arbeit‘ mit dem Fundstück, kann sich Alexa Daerr zur Verfremdung entschließen“ (Andreas Denk).

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